Donnerstag, 30. Oktober 2008

Harte Zeiten

Hatte ich nicht gesagt, man muss das Wetter mit Humor nehmen.....? Das sahen anscheinend auch andere Studenten in Oslo so und haben dieses unglaubliche Foto gemacht, das ich heute im Internet gefunden habe.Darauf zu sehen: Eine Bekannte von mir im Wohnheim Kringsja.
Harte Zeiten gabs auch bei mir, nämlich in den letzten drei Tagen. Da habe ich bis zu 12 Stunden am Tag meine erste Hausarbeit auf englisch geschrieben. Die ganzen Regularien an norwegischen Unis sind ein Spektakel für sich, allein die Abgabe - hier "Einreichung der Prüfungsleistung" - ist ein Ereignis. Man muss in einem zweistündigen Zeitfenster persönlich erscheinen, sich mehrfach ausweisen und zig Erklärungen unterschreiben. Gerade so, als wollte man einen Freund im Gefängnis besuchen, der beim letzten Mal beschissen hat.
Seit 14 Uhr heute Nachmittag bin ich nun von dieser Last befreit und lass es jetzt übers Wochenende ruhiger angehen. Na obwohl: Mein österreichischer Halbbruder Alex kommt über Halloween vorbei und will hier auf die Piste.

Mittwoch, 29. Oktober 2008

Erster Schnee in Oslo

Winterzeit = Dunkelzeit? In Deutschland ja eigentlich nicht. Ehrlich gesagt, nach dreieinhalb Monaten in Oslo weiß ich auch gar nicht mehr, wie diese Rhythmen zuhause eigentlich sind. Hier hat die Zeitumstellung am Wochenende wirklich einiges verändert: Vorher war es gegen 18 Uhr dunkel mit einer vorherigen Dämmerungszeit von rund einer halben Stunde. Nun fängt es schon gegen 16 Uhr kräftig an zu dämmern und gegen 16.30 Uhr ist es fast dunkel. Habe ich mal versucht zu dokumentieren (siehe erste zwei Bilder). Das mag im Oktober für deutsche Verhältnisse eventuell etwas bedrückend erscheinen. Die lange Dunkelheit ist für mich eigentlich nicht das Problem, aber wenn man merkt, dass es am frühen Nachmittag, gegen 14 Uhr, schon an Licht verliert, ist das wirklich ein komisches Gefühl. Oslo liegt ja in Südnorwegen und im Dezember, wenn es selbst hier schon gegen 14 Uhr dunkel wird, werde ich Richtung Nordkapp fliegen. Dort wird zwischen November und Februar dann überhaupt nicht mehr hell. Kann man sich irgendwie gar nicht so vorstellen...
Passend zu dieser Veränderung bin ich heute morgen aufgewacht und traute meinen Augen kaum: 10cm Neuschnee! Im Oktober. Und Oslo liegt quasi auf Meereshöhe... Ich hab mir sagen lassen, dass die längere Dunkelphase (nachts durchschnittlich 15 Stunden) kältere Temperaturen (nachts jetzt manchmal -5 Grad) und damit den Schneefall begünstigt.
Tja, morgen früh muss ich meine erste Hausarbeit an der Uni Oslo abgeben und wenn ich heute Abend fertig werde, wird erstmal ein Bier im Schnee getrunken. Oder ein Schneemann gebaut. Man muss das Wetter hier einfach mit Humor nehmen. Man muss.

Sonntag, 26. Oktober 2008

Ne runde Sache: 50 Mal ich!

Heute mal etwas Werbung in eigener Sache: Mein Blog feiert heute Jubiläum - der 50. Eintrag...
Und zur Feier des Tages gibt es heute mal eine geballte Portion Ich (siehe hier links) - schließlich geht es hier ja um mich ;-) und schließlich war meine Mom ja diese Woche zu Besuch. Mütter, das kennt man ja, fotografieren recht gerne. Meistens die eigenen Kinder. Zum "50sten" passt da ja jetzt recht gut... ;-)

Anlässlich des "Jubiläums" präsentiere ich hier noch meine vier Lieblingsbilder, die ich hier in Oslo im Herbst gemacht habe.

Nummer 1: Steg am Sognsvann










Nummer 2: Hafenhotel mit Opernspiegel (erinnert mich an "Hotel Hafen-Hamburg")










Nummer 3: Goldener Herbst (Nähe Holmenkollen)










Nummer 4: Blick auf die Stadt (Wanderung Sognsvann - Holmenkollen)

Freitag, 24. Oktober 2008

Baby an Bord! Willkommen in Utopia.

Von Carola Thieme

Ich stelle mir manchmal vor, wie schön es in Deutschland sein könnte, wenn es zum Beispiel um die Zukunft von jungen Paaren geht. Um Familienplanung, um einen sicheren Arbeitsplatz und um Kinderbetreuung. Nicht nur ich als Mutter finde: Kinder sind die Zukunft eines Landes und das Wichtigste, was ein Mensch oder ein Staat besitzt. Ich denke, ich kann mit Recht sagen: Die Entwicklung in den letzten 15- 20 Jahren ist in Deutschland nicht gut. Der Trend bei Frauen ist, sich erst auf Karriere bzw. Beruf zu konzentrieren und dann mit Ende dreißig noch Kinder kriegen – eine unfreiwillige Entwicklung. Das Bild in Deutschland ist geprägt von jungen Müttern im reiferen Alter. Diese Entwicklung hat der Staat herbeigeführt. Und das macht mich traurig.

Ich selbst war sehr glücklich, jung Mutter gewesen zu sein, mit zwei tollen Söhnen und einem lieben Vater dazu. Ich war sportlich, schlank und sehr jung – wie so viele junge Mütter damals. Dieses Bild von Frau sehe ich stets mit großer Freude im Frankreich-Urlaub an der Côte d’Azur. Es begeistert mich jedes Mal, wenn ich dort im Urlaub die jungen Familien treffe. Und nun bin ich überwältigt, was ich hier in Oslo erlebe. Ein Land, welches Kinder liebt. Ein Land, was Studenten den Himmel auf Erden bietet. Auf den Straßen trifft man an jeder Ecke eine Kindergartengruppe, die in Richtung Wald, Fjord oder Natur unterwegs sind. Eingehüllt in kleine durchgehende Wetteranzüge, ausgerüstet mit klitzekleinen Gummistiefeln und witzigerweise mit kleinen gelben Sicherheitswesten. Sie machen einen sehr glücklichen Eindruck.

Oslo ist eine Stadt voller junger Leute, Studenten und vor allem jungen, sportlichen, gut aussehenden Müttern mit Kindern und glücklichen jungen Vätern. Ein selten gewordener Anblick in Deutschland, eine verloren geglaubte Illusion. Doch hier Normalität. Willkommen in Utopia!

Willkommen in Utopia. Oder: Eine Insel.

Von Andreas Thieme

Man stelle sich folgende Situation vor: In der Umkleidekabine eines Hallenbads befinden sich 30 Leute. Um einen herum: alles Frauen. Man ist dort natürlich als Frau, weil man eine Frau ist. Klar. 15 von den anderen Leuten liegen auf dem Boden, auf kleinen Isomatten - wie Gurken auf einem Teller. Sie tragen Windeln. Die anderen 15 knien vor ihnen und tragen Badeanzüge. Aber auch die Windelträger sind wasserfest gekleidet – was ist hier los? Des Rätsels Lösung: Willkommen zum Babyschwimmen in Oslo! Willkommen in Norwegen! Und: Willkommen in „Utopia“.

Warum Utopia? Meine Mom ist gerade zu Besuch und als Mutter hat sie natürlich eine ganz andere Wahrnehmung in einer fremden Stadt. Mütter, auch in fremden Städten, sehen vor allem eines: Kinder. Und die gibt es hier wegen der familienfreundlichen Politik reichlich. Und Mütter sehen auch andere Mütter. Die von den Kindern, die sie sehen. Sie tragen klitzekleine Sicherheitswesten, wenn sie Hand in Hand über die Straße laufen, sie tragen Gummistiefel in allen möglichen Farben und manchmal, wenn es kalt ist, sind sie auch von oben bis unten in Wolle eingepackt, so dass man kaum noch ihre Gesichter erkennt – also die Kinder jetzt. Die Mütter hingegen sind blond, sportlich, modisch – und natürlich kinderlieb. Und: Sie sind VIELE. Ausgestattet mit 3 Jahren Mutterurlaub und viel staatlicher Unterstützung (Muttergeld), schieben sie sich ihre futuristischen Kinderwägen durch die norwegische Landeshauptstadt, genießen das Leben – und zeigen ihren Kindern, wie man es genießt.

Doch damit nicht genug. Später, wenn die Kinder größer und die Aufgaben kleiner werden, ergeben sich ganz neue Möglichkeiten. Warum nicht noch mal ein Studium aufnehmen, ein Haus bauen oder gar Künstlerin werden? Alles vom Staat unterstützt – letzteres sogar mit lebenslangem Stipendium. Es ist ja schon viel geschrieben worden über den familienfreundlichen Staat Norwegen, doch heute kommt ein neues Kapitel hinzu. Meine Mom meinte, „dass es ja immer diese Zukunftsfilme gibt“, Science Fiction, „in denen sich die Leute das spätere Leben vorstellen“ und wie man da eben so lebt. Und alle die Dinge, die in Deutschland in der Gegenwart (und irgendwie auch in der Zukunft?) schwierig bis unmöglich scheinen – Karriere trotz Kind, soziale Absicherung, keine Arbeitslosigkeit, eigenes Haus für alle, Bildung schier unendlich fördern – sind in Norwegen Realität. Man könnte auch sagen: „Das ist wie Utopia hier“. Quasi eine Insel! Eine, die von Müttern eben aus einer speziellen Perspektive wahrgenommen wird, da sie sehen, wie positiv Mutter-Sein sein kann. Oder wie positiv es wahrgenommen wird: Mutter-Sein ist in Oslo gewissermaßen „in“.

Tja, so lässt’s sich leben, als Mutter. Schade eigentlich, dass Männer keine Kinder kriegen können. Scheint doch ganz angenehm in Norwegen. Na ja, immerhin kriegen sie 6 Wochen Sonderurlaub nach der Geburt. Und ab und an mal früher frei. Wenn mal wieder Babyschwimmen ist…

Dienstag, 21. Oktober 2008

Effes Auswärtssieg

Hat jemand von euch schon mal die neue Sendung „Effenbergs Heimspiel“ gesehen? Ich gebe zu, ich schon. Heute mit zwei Kumpels, zum ersten Mal. Und zum letzten…

Man muss ehrlich sagen: Was läuft falsch im deutschen Fernsehen, dass einer wie Effenberg eine öffentliche Plattform bekommt, um sein Millionen schweres Lotterleben zu präsentieren? Das Ausschlachten von Promi-Schicksalen ist mittlerweile als Genre etabliert, meint Der Spiegel und hat Effenbergs mediales Leben in einem vernichtenden Artikel quasi zerlegt. Von der unglaublichen „Einfalt der Protagonisten“ ist die Rede, deren „sinnentleerte Konversationen“ mit „prollig-pubertärer Sprache“ die Show zu einem „wohlkomponiertem Schmierenstück“ machen, die im Zuschauer „ein leichtes Frösteln über so viel Hohlheit und Lebenslangeweile“ erzeuge. Mehr ist dazu eigentlich auch nicht zu sagen.

Wenn die Show auch wirklich schlecht ist, bleibt dennoch eine kleine Faszination bestehen: in der Person Effenbergs. Er verkörpert in gewisser Form das, wovon manch anderer träumt. Manch anderer, der jung und cool ist – und das später auch mal bleiben will. Effenberg macht den ganzen Tag? Ach ja, richtig: nichts. Er hockt in seiner „Effeville“, fährt fünf krasse Karren, planscht im Pool mit seinen Kindern, spielt Basketball und Videospiele. Und ist Multimillionär. So ganz nebenbei der Grund, warum Claudia an seiner Seite zur Ehefrau zu gedeihen gedachte. Möchtegern-Playmate und millionenschwerer Einfaltspinsel - das muss wirklich Liebe sein.

Und wenn man sich diese Show so ansieht, tut es dann nicht manchmal richtig gut, so ganz normal zu sein? Effe schert das sicher wenig, er hat in jedem Fall gewonnen – zumindest an Aufmerksamkeit (immerhin hat er es geschafft, dass drei Typen sich in Oslo seine Show angesehen haben). Er lebt weiter in seinem Mikrokosmos und wir in unserem. Seiner ist aus Glas und lädt uns zum Zuschauen ein, wir müssen nur einschalten. Könnten wir natürlich tun – einfach so, um mal wieder ein bisschen doku soap reality tv zu inhalieren, ein bisschen Eskapismus betreiben. Vielleicht wird es aber auch mal wieder Zeit für ein richtig gutes Buch.

Montag, 20. Oktober 2008

Der Pinguin. Oder: Karneval in Oslo.

Mottopartys sind in Norwegen der Renner. „50ies Party“. „Bad Taste Party“. „Traffic Light Party“. Hauptsache eben es gibt ein Motto. Die Erklärung dafür ist eigentlich ganz einfach: Hat man ein Motto, hat man eine „Ausrede“. Für’s Betrunken sein. Für’s zu wild tanzen. Für’s sich an nix erinnern können. Für was auch immer – schließlich steckt man ja in einem Kostüm und diese „Verkleidung“ legitimiert so einiges. Wie etwa bei uns an Karneval. Raus aus der sozialen Rolle, rein ins Kostüm – und schon erfüllt das Motto seinen Zweck.
Bisher habe ich mich kaum an diesen Partys beteiligt. Nicht etwa, weil ich sie nicht mag, aber mir fehlte es schlicht an der Ausstattung. Vor kurzem war wieder eine Party, Motto: Superhelden. Ja, wo bitte bekomme ich denn ein Spiderman-Kostüm her?! Meine Kostüm-Kiste konnte ich leider nicht aus Deutschland mit nach Oslo bringen und da Mareike Amado mir auch nicht ihre Zauberkugel aus der Miniplayback-Show vermachte, fanden diese Partys meist ohne mich statt. Bis gestern. Oh je, ihr ahnt es schon…













Ich weiß auch nicht mehr, was mich geritten hat, aber gestern habe ich mich zum ersten Mal hier verkleidet. Und ich konnte nicht anders. Meine Bekannte Jazz aus England (anscheinend eine große Anhängerin der Motto-Partys) hatte ein Ganzkörper-Pinguin-Kostüm dabei, als wir uns zur Pre-Party bei ihr getroffen hatten (obwohl an diesem Abend gar keine Mottoparty war). Ich sah das Kostüm, die anderen sahen mich – und schon war es um mich geschehen! Ich zog es an und, wie soll ich sagen, „a star was born“! Jazz sah ihr Kostüm an diesem Abend nicht mehr wieder – nach Ansicht der anderen war es mir wie auf dem Leib geschneidert… Das Kostüm wollte mich und ich wollte das Kostüm - eine magische Anziehungskraft!
Bis fünf Uhr morgens wandelte der Pinguin, also ich, komplett durchstartend auf drei Hauspartys hier im Wohnheim. Betrunken. Wild tanzend. Und sich an alles erinnernd. Was zur Folge hatte, dass ich heute Morgen (Morgen?!) gegen 14 Uhr aufwachte und mich erstmal kaputt lachen musste…
Selten schlug mir von Wildfremden so viel Begeisterung, Herzlichkeit und Freude entgegen wie an diesem Abend. Jeder wollte den Pinguin! ;-) Ein Superheld, auch ganz ohne Mottoparty. Ein völlig verrückter Abend und was soll ich sagen, schaut euch einfach die Fotos an. Selten habe ich etwas so Bescheuertes gemacht. Und selten hat Karneval so viel Spaß gebracht.

Samstag, 18. Oktober 2008

Kopfloser Reiter

Kaum zurück in Oslo, erwartete mich gestern ein großes Spektakel: Die weltbekannte Skisprungschanze Holmenkollen sollte gesprengt werden. Hintergrund: Die Bewerbung Norwegens für die olympischen Winterspiele 2018 und der komplette Neubau der Schanze.
Voller Spannung machte ich mich also auf, zum angegebenen Zeitpunkt in sicherer Entfernung dem Spektakel zuzusehen - und sah: nichts. Denn gesprengt wurde kurzfristig aus Sicherheitsgründen doch nicht. Statt mit Hochexplosivem wurden die rund 1000 Zuschauer und Presseleute mit Großbildleinwand und heißem Tee "verwöhnt", letzteres auch bitter nötig bei Temperaturen um 5 Grad. Und am Ende machte die Information die Runde, dass die Schanze nun Stück für Stück abgebaut wird - und eben nicht gesprengt. Eine Stunde lange wartete ich also vergebens auf den großen Knall und sah stattdessen einen riesigen Kran, zahlreiche wehmütige Norweger (schließlich ist Holmenkollen hier sowas wie ein Weltkulturerbe!) und so viele Helikopter, dass man glatt den Eindruck hatte, Franz Beckenbauer kommt auch noch auf einen Sprung vorbei.










Bewegt waren letztlich nicht nur die Norweger ob der Demontage ihrer traditionsreichen Lieblingsschanze, sondern auch die Schanze selbst. Denn die wurde etwa gegen 17:00 Uhr "geköpft": Ein riesiger Kran (immerhin höher als die Schanze selbst) trug die obere Kabine ab, quasi den Kopf, da wo die Springer sitzen, kurz bevor es losgeht, und das war es dann auch - für mich jedenfalls. Nach einer Woche in Spanien war der Temperaturunterschied (von 25 auf 5 Grad) mir dann doch zu viel und ich trat, einigermaßen ernüchtert, den Heimweg an.
Glück im Unglück: Mir sind ein paar tolle Schnappschüssen gelungen, da das Wetter sehr schön war an dem Tag. Von Holmenkollen hat man eine ganz gute Aussicht auf den Oslofjord - und von daher hat sich der Ausflug dann doch gelohnt.

Donnerstag, 16. Oktober 2008

Erasmus in Valencia?

Da ich in den vergangenen drei Wochen zwei Mal von Oslo nach Valencia geflogen bin, haben mich einige Leute aus Spaß gefragt, ob ich jetzt Erasmus in Valencia mache. Nein, natürlich nicht - aber einige Gründe dafür gäbe es schon. Auch jenseits von den typischen Klischees. Seht mal hier:

1.) Genuss!
Hat jemand von euch schon mal „Churros con Chocolate“ gegessen? Ein Traum! 75 Grad heiße, geschmolzene Schokolade (so ein Zwischending aus richtiger Schoki und Pudding) in einer Tasse und dazu gibt’s süße, frittierte Stangen, aus irgendwie ähnlichen Zutaten wie Krapfen, die man dann in die Schokolade taucht. Mmmmmh.







2.) Großstadt-Feeling ohne Großstadt!

Valencia hat so circa 750.000 Einwohner und ist damit fraglos ne Großstadt. Die Stadt ist auch wirklich groß, nur merkt man das nicht unbedingt, da alles so verwinkelt ist. Besonders in der Altstadt: Überall kleine Gassen, Ecken, Geschäfte, Cafés, Märkte – für den Durchschnittstouri kaum zu unterscheiden. Alles schön, schnuckelig und wuselig. Und: Einfach perfekt zum Verlaufen!







3
.) Grüne Innenstadt!
Trotz der Größe gibt es auch mitten in der Stadt viele grüne Ecken. Aber anders grün als in Deutschland. Grün sind in Valencia die Palmen und Zitronenbäume. Das kreiert natürlich ein ganz gewisses Flair.







4.) Große Vielfalt!

Das trifft vor allem auf die Tierwelt zu – zumindest die, die ich in Valencia gesehen habe. Zu dem angesprochenen Flair passen eindeutig Tiere wie Delfine und Flamingos. Die spazieren natürlich nicht durch die Straßen, aber sehen kann man sie trotzdem. Zum Beispiel im L’ozéanografic.







5.) gran pasado: Ein Strand in der Stadt!
Last but not least: Der Strand. Was wäre Spanien ohne Strände? Selbst im Oktober ist es an einigen Tagen noch locker möglich baden zu gehen bei schönem Wetter (wenn man Glück damit hat, also nicht wie ich). Allein das Gefühl Mitte Oktober im Sonnenschein am Strand zu sitzen ist unbeschreiblich. Vor allem wenn man weiß, dass in Oslo langsam aber sicher die ersten Seen zufrieren.

Flamenco!

Wer schon immer mal sehen wollte, wie Flamenco live aussieht: Gestern Abend waren wir bei so einer Show und ich habe trotz Dunkelheit und Andrang ein ganz gutes Video hinbekommen.

Das seht ihr hier:

video

P.S.: An alle Leser aus dem Odenwald: Schaut euch dieses Video nochmal an. Beobachtet die Tänzerin genau, ihr Gesicht, ihren Ausdruck. In einem anderen Leben, zu einer anderen Zeit - und Angelika Hofsäß hätte auf dieser Bühne gestanden!


Da ich jetzt zurück in Oslo bin und mir auf dem Heimweg vor Kälte schon die Nase gelaufen ist, muss ich noch kurz den Beleg bringen, dass es in Südostspanien vielleicht doch etwas wärmer ist als in Norwegen. Wer sich an das Bild mit den 13 Grad in Valencia vor ein paar Tagen erinnert, der findet hier nun das Gegenteil: Fast 22.30 Uhr und knackige 22 Grad auf dem Hinweg zur Flamenco-Show. Auf der Rückweg gegen 1 Uhr waren es übrigens immer noch 20 Grad. Da war mein Akku nach den Flamenco-Videos aber schon leer.

Mittwoch, 15. Oktober 2008

Ähnlich, nicht gleich

Das Interessante am langem Reisen ist, dass umso mehr man weg reist, immer mehr in sich hinein reist.
Beispiel Zugfahren: Bei einer 10stündigen Reise sieht man sich in den ersten zwei Stunden die Landschaft an, später schaut man vielleicht einen Film, fängt dann an zu lesen und versinkt mit der Zeit immer mehr in Gedanken. Alles um einen rum fliegt ja auch irgendwie davon, also wendet man sich nach innen und alles, was man noch macht, geschieht wie in einer Art Automatismus. Wenn man dann ankommt, ist es eigentlich egal wo. Denn im Grunde befindet man sich in der eigenen Gedankenwelt.
Während meiner Wehrdienstzeit bei der Marine waren solche Zugfahrten gute Gelegenheiten, diese Gedanken in Form des Fernstudiums Kreatives Schreiben zu ordnen. Jetzt reise ich zum Glück nicht mehr so oft so weit, nur noch seltener, dafür weiter. Von daher sind Reisen in Oslo und bei der Marine also ähnlich - aber doch nicht gleich. Denn jetzt suche ich mir ja aus, wann und wohin ich reise. Meinen Dienstbeginn lege ich inzwischen selbst fest.
Fast die Hälfte meiner Reisezeit habe ich heute in London Stansted verbracht (und auch diesen Text dort geschrieben). Und London war wieder ein gutes Beispiel für den Gedankenraum: Fragt mich mal einer, wie der Flughafen dort aussieht? Keine Ahnung. Wo ich dort gedanklich war, weiss ich aber noch im Detail. Reisen ist also manchmal unspannender als man denkt. Aber es wäre auch irgendwie seltsam, hätte ich mich voll auf London eingelassen - die Umstellung von Süd- auf Nordeuropa war schon fordernd genug.
In London war ich übrigens endlich mal wieder in Deutschland - pressetechnisch zumindest. Endlich mal wieder deutsche Zeitung lesen! Die Auswahl war allerdings begrenzt, es gab nur eine einzige: Die "Welt". Wie passend.

Dienstag, 14. Oktober 2008

L´ozéanografic - Die ultimative Underwaterworld










Vergesst "Sealife" und den ganzen Quatsch! Wer mal die groesste Unterwasserwelt in Europa sehen will - die ist in Valencia und befindet sich mitten in der "Ciudad de las Artes y las Sciences", einer futuristischen Anlage in einem vor 50 Jahren trocken gelegten Flussbett ("turia").










Seit zehn Jahren basteln die in Valencia jetzt schon daran rum - und noch immer nicht fertig. Dafuer aber jetzt schon sehr ansehnlich. Carmen meinte, die weissen Gebaeude saehen bei blauen Himmel noch viel beeindruckender aus. Da das waehrend meiner zwei Besuche hier aber nie der Fall war, als ich vorbei kam, konnte ich das leider nicht sehen. Aber auch bei grauen Himmel, blendete es immer noch so stark, dass man locker eine Sonnenbrille haette tragen koennen. Die brauchte man im "L´ozéanografic" zum Glueck nicht - eher eine Taucherbrille ;-)











Aber auch ohne die konnte man einiges sehen. Endlich mal ne Unterwasserwelt, in der man was geboten bekam.



Valencia zwischen den Jahreszeiten

Heute heisst es nochmal: Hola aus Valencia! Morgen geht es schon wieder zurueck, aber vorher noch kurz ein paar Berichte.
Das Wetter spielt hier wirklich verrueckt. Mittlerweile ist die Sonne wieder zurueckgekehrt und wenn sie sich denn mal zeigt (meistens Vormittags), werden es bis zu 26 Grad. Wenn es dann wieder regnet (meistens abends), brechen regelrechte Unwetter heran und die Temperaturen sinken bis auf 12 Grad. Gestern Abend, als wir vom Internetcafé heimliefen, hatte es ein bisschen angefangen zu regnen - soweit kein Problem. Doch innerhalb von 2 Minuten zuckten ploetzlich zig Blitze los, gepaart mit Donnergroll und Platzregen wie aus den schlechtesten US-Filmen. Der Fussweg von zehn Minuten wurde so zur Komplettdusche und die Klamotten konnte man zuhause wirklich auswringen. Eigentlich haette ich sowas eher in Oslo erwartet und nicht in Valencia...
Doch es ist natuerlich nicht immer so. Gestern Vormittag war es wirklich warm, so dass wir lange am Strand waren (wenn auch nicht im Wasser). Man sah noch deutlich die Spuren der vorhergehenden Unwetter - schoen war es trotzdem. Und endlich habe ich mal ein Video gemacht, das ich heute auf den Blog stellen kann. Viel Spass dabei!


video

Sonntag, 12. Oktober 2008

Kevin allein zu Haus

Kaum bin ich heute mal im Internet, da ereilt mich von allen Seiten die neueste Fussball-Nachricht: Kevin Kuranyi ist aus dem Nationalteam geschmissen worden!
Ich kann nicht verleugnen, dass mir das natuerlich ein gewisses Laecheln abgerungen hat. Einmal als Anhaenger derer, die "Kuranschi" ohnehin nie wirklich gut fanden (wer hat nicht mit der Niederlage im EM-Finale gegen Spanien abgeschlossen, als Kuranyi eingewechselt wurde...?). Und einmal aus einem anderem Grund, den ich jetzt mal versuche zu erklaeren.
Schonmal in letzter Zeit bei "Kaufhof" in der Bueroabteilung gewesen? Dort gibt es wie Hefte, Bloecke und Ordner von allen deutschen Stars. Von Ballack, Poldi und... Kuranyi. Bitte?! Von Kuranyi? Ja, von Kuranyi! Denn Kuranyi ist ein Werbestar. Doch leider ist er das nicht auf dem Platz. War er nie. Fuehlte sich aber immer so. Und genau das ist/war sein Problem: Er ueberschaetzt sich selbst.
Ich habe genau EIN sehr gutes Spiel von Kuranyi in Erinnerung: Beim 3:3 von Schalke gegen AC Mailand - Kuranyi graetschte sogar an der Mittellinie (damals noch mit kurzen Haaren, da ging das noch). Das war´s aber auch... Jetzt geht seine Karriere in der Nationalelf ins Abseits - wieder mal wurde er aussortiert! Wie schon 2006 - trotz seines Blogs auf MSN, der ihn auf dem Weg zur WM begleiten sollte. Und trotz der ganzen Ordner bei Kaufhof. Sie wurden zu Ladenhuetern, wie auch Kuranyi.
Tja, so ist es, wenn der Inhalt nicht mehr haelt, was die Verpackung verspricht. Wenn ueblicherweise bei talentierten Spielern stets ein Trainer als Entdecker und der naechste als Foerder gilt, so ist es im Falle Kuranyi das Gegenteil: Klinsi war der Entdecker von Kuranyis Unvermoegen, das ihn verlasste ihn nicht zur WM im eigenen Land zu nominieren und Jogi laesst ihn gleich ganz daheim - auch ohne WM. Nebenbei bemerkt: Ich bin ziemlich sicher, dass Loew aufgrund von Kuranyis Verhalten in den Tagen nach der Laenderspielreise mal so richtig die Katze aus dem Sack laesst ueber Kuranyis Leistung. Und, ihr werdet euch daran erinnern, es wird der folgende Satz fallen: "Es hat fuer ihn einfach nicht gereicht." Und da klein Kevin das laengst wusste, hat er sich gleich so verabschiedet, dass er sicher ging: Das war´s! In jeder Hinsicht.
Und wenn es dann das naechste Mal heisst, Deutschland faehrt zur WM, dann wird es auch wieder heissen: Kevin bleibt zu Haus. Allein. Und zurecht!

Den Stier bei den Hoernern gepackt

Bienvenidos!
Ich bin natuerlich schon laengst in Valencia angekommen und habe die grosse Anreise wieder ueberwunden - gewissermassen den Stier bei den Hoernern gepackt... Das Wortspiel schreibe ich natuerlich nicht umsonst, denn am Tag nach meiner Ankunft waren wir zum ersten Mal ueberhaupt beim Stierkampf!
Und Stierkampf ist wirklich eine Sache, von der ich nicht so richtig weiss, was ich davon halten soll. Auf der einen Seite Brutalitaet, verletzte und tote Tiere, qualvolle Spielereien mit einem von Minute zu Minute mehr angeknockten Stier. Auf der anderen Seite rauschaehnliche Begeisterung des Publikums, traditionswuerdige Arenen, die die spanische Kultur kaum besser wiedergeben koennen, elegante bis narzisstische Torreros (fuer Frauen allein den Eintritt wert) und alles in allem ein grosses Spektakel mit Festivalcharakter - verpackt als Generationen uebergreifendes gesellschaftliches Ritual.
Aber ehrlich gesagt: Nach drei toten Stieren, deren qualvolles Bruellen man auch bis ganz oben auf der Tribuene manchmal noch ganz gut hoeren kann, hatte ich dann auch genug. Am meisten zugesetzt hat mir aber eigentlich die Gefahr, die fuer die Torreros ausging. Wer denkt, Stierkampf sei so ne Art Sport, der liegt komplett falsch: Die Torreros spielen mit ihrem Leben, jederzeit. Bei einem der Kaempfe wurde dem Torrero sowohl Klinge als auch rotes Tuch aus der Hand gerissen (um ein Haar auch sein Arm)... tja und da stand er dann, Angesicht in Angesicht mit dem Stier, dem er vorher ein paar spitze Gegenstaende in den Allerwertesten gerammt hatte. Da half nur noch rennen! Und waeren die anderen Torreros nicht im so ziemlich allerletzten Moment eingeschritten um den Stier abzulenken, waer´s das wohl gewesen fuer ihn...
Gelohnt hat es sich auf jeden Fall, das mal anzusehen (es ist wirklich ein kulturelles Highlight!), aber wer einmal in die Augen des armen Viehs gesehen hat, wenn es nach circa 30-40 Stichen von Widerstandkraft verlassen leblos zusammensackt, der weiss vielleicht, was ich meine. Noch zur Info: Ein "Kampf" geht ungefaehr dreissig Minuten, bei uns waren insgesamt sechs Stueck angesetzt. Man haette also vier Stunden mit allen Zeremonien dort zubringen koennen - wenn da nicht der Regen gewesen waere... Das Wetter in Valencia laesst leider ziemlich zu wuenschen uebrig momentan - einmal waren es sogar nur 13 Grad laut einer Anzeige in der Innenstadt (siehe Foto). Von Strand und Sonne leider nichts zu sehen...
Ah ja nochwas: Auf dem einen Bild im "plaza del torros" sehe ich etwas blass aus. Das lag natuerlich nicht am Stierkampf, sondern daran, dass wir am Mittwoch nach 12 Stunden Reise noch bis 4:30 morgens unterwegs waren. Ihr seht: In Spanien ist auch bei Regen fiesta ;-)

Mittwoch, 8. Oktober 2008

On the road again

Während in Villariba noch geputzt wird, wird in Villabajo schon wieder gefeiert... Oder wars andersrum?
Was soll der Scheiß jetzt, denkt ihr? Mit anderen Worten: Nach getaner Arbeit in Oslo geht's jetzt für mich wieder ab in den Süden - Urlaub in Valencia! Für eine ganze Woche diesmal.
Viele haben in den letzten Tagen zu mir gesagt: Du spinnst doch, zwei Mal innerhalb von drei Wochen nach Spanien fliegen! Und ja, sie haben recht! Ist mir aber relativ egal ;-)
Und hier eine Übersicht, wie sehr ich spinne: Morgen früh geht's zunächst wieder 2h mit dem Bus von Oslo nach Torp zum Flughafen, dann zwei Stunden warten, anderthalb Stunden Flug nach London, zwei Stunden warten, zweieinhalb Stunden Flug nach Valencia, halbe Stunde Metrofahrt. Abfahrt zehn Uhr morgens, Ankunft halb zehn Abends. Wieder durch drei Länder, mit drei Flughäfen, drei Währungen und drei verschiedenen Essgewohnheiten.
Ich erwische die Finanzkrise also von allen Seiten: Ich tausche Kronen in Pfund und Pfund in Euro und vom Geld, was die Finanzkrise durch die Wechselkurse zutage fördert, kauf ich mir abends nach Ankunft ein Bier. Ist nur fair bei den Reisestrapazen, oder?
Meinem Chef und Professor, Knut, musste ich natürlich auch erzählen, dass ich jetzt mal ne Woche nicht da bin. Einfach mal so, von Mittwoch bis Mittwoch. Urlaub statt lernen und arbeiten. Strand statt Hörsaal. "Hey Knut, I can't come the next week. I'm going to visit my girlfriend in Valencia." Und was sagt Knut? "That's Erasmus, I think." - und lächelt. Ich auch.

Montag, 6. Oktober 2008

Hoppe, hoppe, Reiter - wenn Dietmar fällt, dann... schreit er

Gerade habe ich mal wieder meine Lieblingsfußballsendung "Doppelpass" gesehen. Und ich kann einfach nich anders, ich MUSS das kommentieren...
In dieser Folge: Doppelpass mit Dietmar Hopp! Hopp, der Mäzen. Hopp, der Förderer. Und Hopp - die Reizfigur. Mit Hoffenheim ein vermeintliches Dorf an der Tabellenspitze - wo führt das nur hin?
Schon Mitte August konnte man dazu fundierte Meinungen lesen. Etwa von Literaturgott und Fußballästhet Torsten Legat, nunmehr Kolumnist für die WAZ. Hoffenheim, waren die nicht auch schon am 1. Spieltag Tabellenführer? "Ich dachte, das wäre ein schlechter Scherz", fällt Legat dazu ein. Was wollen die denn in der Bundesliga werden: "Kartoffelmeister?". Und: "Auf Hoffenheim als Tabellenführer kann ich auf jeden Fall gut verzichten." So weit, so schlecht.
Für mich hat Hoffenheim schonmal etwas grundsätzlich Positives: Endlich wieder Profi-Fußball in Mannheim ;-)
Aber ernsthaft: Viele sehen in Dietmar Hopp die personifizierte Kommerzialisierung des Sports. Da stellt sich mir immer die Frage: Warum eigentlich? Wenn man quasi unendlich viel Geld hat - was macht man dann damit? Kann doch nicht sein, dass es verwerflich ist, seine Region im Sport zu fördern. Ich bin mal gespannt, wenn in fünf Jahren einige Talente aus Hoffenheim Nationalspieler geworden sind, ob dann noch jemand in Hopp einen bedingungslosen Investor sieht - oder nicht doch vielleicht den Förderer?
Trotzdem bleibt dieses Hoffenheim ein Faszinosum. Eigentlich größtenteils deshalb, weil sie stetig jammern. Im Grunde nicht anders als ein Schüler, der immer Einsen schreibt und sich dann rechtfertigen will vor seinen Mitschülern: "Hey, so gut bin ich doch aber gar nicht...!"
Komisch auch, wie mit Hoffenheim umgegangen wird. Die einen kuschen, die anderen keifen. Im Doppelpass vom Sonntag wurden zu kritische Fragen gegenüber Hopp kategorisch von Moderator Wontorra abgesägt, wie der Tagesspiegel - persönlicher Fedefreund von Hopp - geistreich feststellte. Irgendwie haben sie doch alle die Hosen voll vorm Dietmar. Irgendwas ist dran an ihm, dass sich keiner traut, sein Werk mal so richtig zu kritisieren. Vielleicht aber auch, weil es gar nicht so viel zu kritisieren gibt.
Bleibt die Frage: Warum kann man sich nicht einfach mal über so ein Team freuen? Frisch, frech und freudig wirbeln sie die Liga durcheinander, spielen seltsam attraktiv. Wie kann man so eine Mannschaft nicht mögen? Und den ganzen Ärger auf eine Person projizieren? Eigentlich gibt es nur eine Antwort. Es ist der Neid der Besitzlosen...